Schwester Lerche
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Mit Schwester Lerche und Bruder Maus auf Spurensuche Franz von Assisis (Premiere am 10.10.2021, 11 Uhr Barfüßerkirche

Angefangen hat alles vor mehr als 15 Jahren auf dem klapps, den PuppenSpielTagen Augsburg: da taten sich zum ersten Mal zwei Männer zusammen, deren Überzeugung, dass kaum etwas unterhaltsamer, auch tiefgründiger sein kann, als eine erzählenswerte Geschichte anhand von Puppen auf die Bühne zu bringen, sich bis heute gehalten hat. Dabei spielen Daniel Ruf und Michael Gleich mit liebevoll hergestellten Hand-, Tisch-, Stab- und Flachpuppen. Es ist wohl diese einzigartige Mischung aus Puppenspiel, Schauspiel und Erzähltheater, was die Aufführungen des gelernten Grafik-Designers Ruf und des ehemaligen katholischen Religionspädagogen und jetzigen Schauspielers beim Theater Eukitea Michael Gleich so anziehend macht.

Helge Burggrabe
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(9.10.2021) Helge Burggrabe ist Flötist und Komponist und lebt in Fischerhude bei Bremen. Seit seinem Diplomstudium an der Musikhochschule Hamburg in Blockflöte und Komposition initiiert er eigene Konzertreihen mit dem Anliegen, unterschiedliche Kunstrichtungen zu verbinden: Musik mit Lyrik, Live-Malerei, Lichtkunst, Tanz-Performance oder Wasserkunst. Als Flötist gab er mehr als 400 Konzerte europaweit. Ausgehend von der Kathedrale in Chartres gilt sein besonderes Interesse der Verbindung von Architektur, Musik und Stille. 

(13.07.2021) "Möchte ich ihn persönlich gekannt haben?" fragt das Evangelische Sonntagsblatt und stellt fest: Franz von Assisi scheint durchaus ein eher schwieriger Mensch gewesen zu sein. Weniger ein romantischer Heiliger, der mit den Tieren sprach und zum charismatischen Vorbild der „Blumenkinder“ aufstieg als ein rigoroser Verfechter seiner Ideale. Doch seine neue Armutsbewegung traf „einen Nerv der Zeit“, erklärt Martin Kaufhold, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg im Interview.

Franziskus und Corona: Das Wesentliche vom Unwichtigen unterscheiden

Regionalbischof Axel Piper
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Weniger ist mehr, sagt Franziskus ins 21.Jahrhundert hinein. Oder: Werde wesentlich! Ich habe ja doch die Hoffnung, dass uns Corona wieder näher an den Grundsatz des Franziskus gebracht hat: Weil viele in der Krise gelernt habe das Wesentliche vom Unwichtigen zu unterscheiden. Wesentlich, weil zu Wesen des Menschen gehörend: Liebe Freundschaft, Kontakte, Glaube, Zuversicht.

Ursula Lesny, Diakonin i.R.
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Unter dem Dach der Barfüßer - Menschlichkeit und solidarisches Miteinander

Die Barfüßerkirche ist nicht nur ein Ort, der in schwierigen Zeiten Halt geben und spirituell anregen kann, sondern auch ein Platz der Begegnung. Dass hier ganz unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen, zeigt die Geschichte der jungen syrischen Familie Aljabr, die 2015 aus Damaskus geflohen ist  und der ehemaligen Diakonin Ursula Lesny, die ebenfalls eine Fluchtgeschichte erlebt hat. 1945 musste sie als zehnjährige mit ihrer Familie ihre Heimat Ostpreußen 1944 verlassen. Egal wie verschieden ihre ursprünglichen Lebenswege waren - hier in Augsburg haben sie sich schließlich gekreuzt. Sehr eindrücklich dokumentiert das ein Film von Martin Pfeil (Channel Welcome Der Online-Kanal, 2021).

(31.05.2021) Für alle, die den Eröffnungsgottesdienst nicht im Dom mitfeiern konnten oder ihn noch einmal Revue passieren lassen möchten, haben wir ihn in voller Länge aufgezeichnet. Hier können Sie den Gottesdienst anschauen. Außerdem finden Sie Grußworte auf unserem Youtube-Kanal von P. Dr. Cornelius Bohl (Provinzialminister der Deutschen Franziskanerprovinz), Sr. Franziska Dieterle (Vorständin der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft INFAG), Bernd Kränzle (3. Bürgermeister von Augsburg) und Beate Schabert-Zeidler (Präsidium des Synode des Evang.-Luth. Dekanats Augsburg).

Eröffnungsgottesdienst am 20.05.2021
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Augsburg, 20.05.2021 (pba). Im Jahr 1221 kamen die ersten Franziskanermönche in Augsburg an und prägen die Stadtgesellschaft bis heute. In Erinnerung an diese 800-jährige franziskanische Präsenz fand heute im Hohen Dom ein ökumenischer Gottesdienst statt, den Bischof Dr. Bertram Meier gemeinsam mit Regionalbischof Axel Piper, Ordensleuten und Vertretern der evangelischen Barfüßergemeinde feierte. Papst Franziskus schickte den Christinnen und Christen der Stadt herzliche Segenswünsche. „Vor achthundert Jahren brachten die Franziskaner die Botschaft Christi auf eine neue, konkrete und persönliche Weise nach Augsburg“, schrieb Kurienerzbischof Edgar Peña Parra in einem Grußwort, das im Namen des Heiligen Vaters zu Beginn des Gottesdienstes verlesen wurde. Der heilige Franz von Assisi habe vorgemacht, was es bedeute, für die Geringsten da zu sein: „Es ermuntert, unermüdlich Frieden aufzubauen und Gemeinschaft zu stiften, die niemanden ausschließt.“ Das päpstliche Grußwort schloss mit dem Wunsch, dass die vertiefte Begegnung mit dem Erbe des heiligen Franziskus die katholischen und evangelischen Christen in Augsburg dazu beitragen möge, „dass allen Menschen in der Welt Friede und Heil zuteil wird.“
Papst Franziskus
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(20.05.2021) Mit Freude hat Papst Franziskus vom Jubiläum "Barfuß im Herzen der Stadt - 800 Jahre Franziskaner*innen in Augsburg" Kenntins erhalten und übermittelt den Verantwortlichen - der evangelisch-lutherischwn Kirchengemeinde Zu den Barfüßern, den Franzisanerinnen Maria Stern und den Dillinger Franzisakerinnen - sowie allen, die an den verschiedenen Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen teilnehmen, herzliche Segenswünsche. Lesen Sie das gesamte Grußwort.

Der franziskanische Aufbruch in eine neue Zeit

Prof. Dr. Martin Kaufhold
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Prof. Dr. Martin Kaufhold
Historischer Wandel beginnt oft unspektakulär. Als die ersten Franziskaner vor 800 Jahren Augsburg erreichten - hungrig, neugierig, auch besorgt -, begann ein neues Kapitel in der Geschichte Europas. Die Franziskaner waren eine neue Bewegung, die schon bald die städtische Jugend in ganz Europa faszinieren sollte. Ein einfaches Leben nach dem Vorbild des Evangeliums war ihr Programm. Damit trafen die Franziskaner einen Nerv der Zeit. Sehr viele Menschen schlossen sich ihnen an oder unterstützten sie. In vielen mittleren und allen großen Städten entstanden schon bald franziskanische Kirchen und Konvente, gebaut mit Spenden aus der Bevölkerung.
Die Franziskaner waren nicht ortsfest, sie zogen umher, von Konvent zu Konvent. Von Augsburg nach Köln, von Paris nach Erfurt, und immer wieder nach Assisi, nach Italien. Es entstand ein barfüßiges Netzwerk bewegter und mitunter brillianter Geister.