Grußwort | Oberbürgermeisterin Eva Weber

800 Jahre praktizierte Nächstenliebe

Eva Weber, Oberbürgermeisterin
Bildrechte: Stadt Augsburg
Eva Weber, Oberbürgermeisterin

800 Jahre Franziskaner*innen in unserer Stadt, das sind 800 Jahre praktizierte Nächstenliebe. Im Herbst 1221 siedelten sich die ersten Franziskaner in Augsburg an. Sie errichteten ein Kloster, bauten die Kirche zu den Barfüßern und kümmerten sich um die Ärmsten der Gesellschaft. Von Anfang an haben sie die Stadt mitgestaltet.

Unter dem Einfluss der Franziskaner gründeten 1258 zwei Frauen in der Sterngasse die „Sammlung zum Stern“, das spätere Kloster Maria Stern. Während sich der Konvent der benachbarten Franziskaner im Zuge der Reformation auflöste, überstand die Gemeinschaft der Franziskanerinnen sowohl Reformation als auch Säkularisation. Ihre Präsenz ist in Augsburg bis heute lückenlos nachweisbar.

 

Die Historie der Franziskaner*innen ist ein wichtiger Teil unserer Konfessionsgeschichte. Als erste Kirche der Franziskaner in Augsburg spielt die Barfüßerkirche eine zentrale Rolle. Die Franziskanerinnen von Maria Stern, die im Zuge der Reformation die fortan evangelisch-lutherische Kirche nicht mehr besuchen durften, haben dort heute wieder ihren festen Platz. So sind auch zwei Schwestern der Dillinger Franziskanerinnen in der Gemeinde zu den Barfüßern als Seelsorgerinnen tätig.

 

Es freut mich sehr, dass die Gemeinde die ökumenische Idee aktiv lebt und sich explizit an alle Mitglieder unserer Stadtfamilie wendet. Das tut sie auch mit ihrem engagierten Festprogramm, das vielfältige Veranstaltungen bietet. Dafür ein sehr herzliches Dankeschön.

Eva Weber, Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg